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Heizung spülen – Korrosion vermeiden!

Damit Ihr Heizungssystem jederzeit optimal arbeitet, ist es wesentlich, effektiv Korrosion zu vermeiden: Wasser – dank seiner Kompaktheit und sehr hohen Wärmekapazität eignet es sich als optimaler Wärmeträger und findet als solcher bei Heizungen bevorzugt Verwendung – interagiert mit den weiteren Werkstoffen, Materialen bzw. Elementen der Heizung. Wir erklären Ihnen, um welche Phänomene es sich dabei handelt und worauf Sie unbedingt achten sollten.

Problemzone verschlammtes Heizungswasser

Dank behandeltem Heizungswasser werden die Funktionssicherheit sowie der Wirkungsgrad optimiert. Die moderne Anlagentechnik setzt dabei auf diffusionsdichte Leichtmetalllegierungen aus Aluminium, Magnesium oder Silizium. Beachtet werden müssen in dieser Hinsicht auf jeden Fall die sehr unterschiedlichen Wasserqualitäten von extrem hart bis extrem weich oder von salzarm bis salzhaltig. Zudem ist die Heizfläche in einem Kessel extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt, was insgesamt zu einer hohen Belagsbildung der betreffenden Flamm- und Rauchgasrohre zur Folge hat. Eine Konsequenz davon sind eklatante Verluste des Wirkungsgrades. Abhilfe schafft das fachgerechte Spülen der Heizungsleitungen durch einen Fachbetrieb.

In Sachen Brennwerttechnologie gilt es, die jeweils vorliegende Wasserqualität zu berücksichtigen, um Folgeprobleme wie einem verschlossenen Wärmetauscher, klemmenden Ventilen oder den Totalausfall einer Anlage zu vermeiden.

Bei den beliebten und immer weiter verbreiteten Fußbodenheizungen kommen häufig Kunststoffrohre zum Einsatz. Hier lauert die Gefahr des sogenannten Biofoulings, das heißt ein Biofilm bildet sich aufgrund der Einnistung von Bakterien und der Entstehung von Algen oder Plizen, die in den unvermeidlichen Kunststoffporen bei Temperaturen zwischen 35 und 40 Grad Celsius perfekte Lebensbedingungen vorfinden und im schlimmsten Fall Rohrleitungen bis zur Zerstörung verschließen können. Biofilme sind besonders hartnäckig, die Minimierung bzw. Beseitigung erfolgt anhand individueller Behandlungsverfahren, die der Bereich „Heizung spülen“ zur Verfügung stellt. Ähnliches gilt auch für sogenannte Wandflächenheizungen.

Prosystem GmbH Heizung spülen

Heizung spülen – die effektive Erste Hilfe bei vielen Problemen

Beachten Sie immer die Optik und den Geruch des Heizungswassers, die oft wertvolle Hinweise auf bereits vorliegende Verschlammungen und dergleichen geben. Anschließend empfehlen wir eine fachspezifische Analyse, um genaue Aussagen treffen zu können und um anschließend mit dem professionell durchgeführten Spülen der Heizung die optimale Funktionalität des Systems wiederzustellen.

Die tatsächliche Wasserhärte hängt von der Menge der gelösten Kalzium- und Magnesiumsalze im Wasser ab. Gemessen werden dabei die positiv geladenen Ionen. Bei der sogenannten, viel zitierten temporären Härte handelt es sich um die Kalkhaltigkeit des Wassers. Sie wird – im Gegensatz zur sogenannten dauerhaften Härte durch Chlorid, Sulfat etc. – nicht mittels einer Hitzeeinwirkung entfernt. Dadurch bilden sich häufig Verkrustungen in Heizkesseln („Kesselsteinbildung").

Um nun eine Korrosion, also den Verfall von Werkstoffen, wirksam entgegentreten zu können, hat sich im Heizungsbau der überwiegende Einsatz von metallischen Werkstoffen sowie von Kunststoff bewährt, die allerdings im Laufe der Zeit ebenfalls von Korrosion betroffen sind, was in regelmäßigen Abständen das Spülen der Heizung  erforderlich macht. In dieser Hinsicht spielt auch der jeweilige pH-Wert eine ausschlaggebende Rolle. Jene Bauteile eines Heizungssystems, die mit Wasser in Berührung kommen, sollten dabei idealerweise einem pH-Wert im Bereich von zirka 8,5 bis 10,5 ausgesetzt sein. Bei Aluminium liegt der optimale pH-Wert des Wassers hingegen bei 6,5 bis 7,5, mit entsprechender Legierung bei 9,5.

Bei modernen Heizungsanlagen handelt es sich meist um sogenannte Mischinstallationen, die aus zahlreichen unterschiedlichen Materialien bestehen, was unter anderem vielschichtige Probleme zur Folge haben kann, da beispielsweise verschiedenste Metalle miteinander sowie mit Sauerstoff und Wasser in Kontakt stehen. Eine elektrische Isolierung einzelner Bauteile kann effektiv Abhilfe schaffen.

Unser Heizungswasserlexikon oder: Das kleine Heizungs-Einmaleins

Ablagerungen

Ablagerungen an Anlageteilen sind Produkte verschiedenster Reaktionen, zum Beispiel mit Sauerstoff. Es handelt sich dabei typischerweise um Rost, Kalk oder Korrosion, die sich im Inneren des Heizungssystems befinden und das Risiko einer Schlammbildung beinhalten, was in den Rohren und Leitungen zu Verstopfungen führen kann. Um unerwünschte Folgen wie eine Beeinträchtigung der Wärmeübertragung zu verhindern, empfehlen wir, regelmäßig die Heizung zu spülen.

Alkalisierung

Hierbei geht es um die Wasserqualität, denn ein hoher pH-Wert von über 8 bedeutet alkalisches Wasser.

Biokorrosion

Unter einer Bio- oder mikrobiologischen Korrosion versteht man das Vorhandensein von Bakterien oder anderen Mikroorganismen im Heizsystem, die mit den verwendeten Werkstoffen reagieren und für Beschädigungen des Systems wie Lochfraß verantwortlich zeichnen. Abhilfe schafft eine exakte Analyse mit anschließendem Spülen der Heizung, um die Bakterien effektiv zu reduzieren bzw. zu entfernen.

Biozide

Dank dieser Schutzstoffe kann das Wachstum von Mikroorganismen in Ihrem Heizungssystem wirksam eingedämmt werden.

Chloride

Jedes Wasser enthält Chloride. Es handelt sich dabei um Salze, die in konzentrierter Form von mehr als 30 mg pro Liter für Korrosionen verantwortlich sein können. Entsprechende Maßnahmen sind der ÖNORM H 5195 zu entnehmen.

Dispergieren

Wenn Ablagerungen oder Schlammpartikel im Heizungswasser umhüllt werden, um ein Zusammenwachsen zu verhindern, spricht man vom Dispergieren. Diese Maßnahme ermöglicht eine optimale Filterung.

Entgasung

Dank einer speziellen Einrichtung kann die fachgerechte Entfernung von Gasen aus Flüssigkeiten bewerkstelligt werden.

Enthärtung

Werden anhand eines Ionenaustausches härtebildende Bestandteile aus Magnesium oder Kalzium aus dem Heizungswasser entfernt, so bewirkt dies eine Enthärtung. Konkret bedeutet das die Entfernung von Kalk sowie die Freisetzung von Kohlensäure im Zuge einer Wasseraufbereitung.

Entsalzung

Bei der Entsalzung, auch Demineralisierung genannt, handelt es sich um die Entfernung von Mineralien sowie Salzen unter Zuhilfenahme des Austausches von Ionen. Zur Verfügung stehen entweder eine Vollentsalzung oder eine Teilentsalzung. Danach erreicht der pH-Wert des Wassers den gewünschten sauren Bereich.

Ergänzungswasser

Weist Ihre Heizungsanlage Wasserverluste auf? Dann kommt im Zuge der notwendigen Nachfüllung das sogenannte Ergänzungswasser zum Einsatz.

Frostschutz

Damit Kühlleitungen, die in Klimaanlage, Lüftung oder Rampenheizung Verwendung finden, selbst bei Extrembedingungen niemals einfrieren, wird ein effektiver Frostschutz benötigt. Achtung: Dies gilt ausdrücklich nicht für Trinkwasserleistungen!

Füllwasser

In eine leere Heizungsanlage, beispielsweise nach einer vollständigen Wasserentleerung oder vor erstmaliger Inbetriebnahme, muss sogenanntes Füllwasser eingebracht werden. Bitte beachten Sie: Je nach Wasserqualität können entweder Kalkablagerungen (bei hartem Wasser) oder Korrosionsschäden (bei weichem Wasser) langfristig die Folge sein.

Gesamthärte

In Hinblick auf die Wasserhärte wird auch von der Gesamthärte gesprochen. Es handelt sich dabei um sämtliche Erdalkaliionen, die im betreffenden Wassere vorhanden sind. Folglich setzt sich die Gesamthärte aus der Karbonathärte (Kalk) sowie der Nichtkarbonathärte (Gips) zusammen. Große Hitze bewirkt Kalkausfällung, die häufig entsprechende Ablagerungen am Wärmetauscher mit sich bringt. Dies macht ein fachgerechtes Spülen der Heizung erforderlich.

Gipsausfällung

Diese Gipsablagerungen sind eine Folge von geringem Gehalt von Karbonat im Wasser, was eine Ausfällung von Calciumsulfat bewirkt.

Glykole

Damit wirkt man einem Gefrieren des Wassers entgegen, da Glykole einen geringeren Schmelzpunkt als Wasser aufweisen. Glykole (Propylenglykole sowie Ethylenglykole) finden folglich als Frostschutzmittel sowie Kühlmittel und Enteiser Verwendung.

Härtestabilisierung

Um im Wasser die sogenannte Kalkabscheidung manipulieren und dadurch eine Härtestabilisierung erreichen zu können, werden dazu geeignete Zusatzstoffe zugeführt.

Hochtemperaturkorrosion

Hierbei handelt es sich um die chemische Korrosion, der Metalle in Heizungsanlagen mit hartem sowie salzhaltigem Wasser bei höheren Temperaturen ausgesetzt sind. An der heißesten Stelle des Systems kommt es dadurch zu Ausfällungen. Dadurch wird die Wärmeübertragung in einem hohen Ausmaß negativ beeinflusst, was eine längere Dauer der notwendigen Befeuerung inklusive einer enormen Hitzebalastung bis hin zum Sieden des Wassers nach sich zieht: Folgen davon können massive Beschädigungen von Bauteilen der betreffenden Heizungsanlage in Form von Rissen sein.

Inhibitor

Ein Schutzstoff, dessen Aufgabe es ist, Korrosion oder andere chemische Reaktionen zu minimieren bzw. zu verhindern, wird als Inhibitor bezeichnet. Um jederzeit einen optimalen Schutz bieten zu können, müssen sie von Zeit zu Zeit erneuert werden.

Karbonathärte

Ist von der sogenannten temporären Härte die Rede, dann handelt es sich um die Karbonathärte. Die entsprechende Angabe gibt Auskunft über die aktuelle Konzentration der Erdalkalien. Es handelt sich dabei typischerweise um Magnesium sowie Kalzium.

Kontaktkorrosion

Bei der Kontaktkorrosion oder auch elektrochemischen Metallkorrosion reagieren zwei Metalle miteinander, wenn eine Verbindung über ein Elektrolyt, also Heizungswasser, gegeben ist. Ein passender Korrosionsschutz verhindert eine solche Reaktion, die ansonsten bevorzugt in Mischinstallationen beobachtet werden kann.

Leitfähigkeit

Diese Größe wird gemessen in Mikro-Siemens pro Zentimeter (µS/cm) und gibt Auskunft über den Salzgehalt im Wasser.

Lochfraßkorrosion

Werden Vertiefungen in Form eines Nadelstiches oder Kraters entdeckt, so handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um eine sogenannte Loch- oder Pittingkorrosion, denen meist eine Bio- oder Kontaktkorrosion vorausgeht. Die Lochfraßkorrosion kann ein Material vollständig durchlöchern. Da sie in der Regel kleinräumig auftritt, fällt sie meist erst in einem sehr späten Stadium auf.

Nichtkarbonathärte

Mit dieser Bezeichnung wird die Konzentration an Erdalkaliionen angegeben, die bis zu einer Temperatur von 100 Grad Celsius keine Ausfällungen nach sich ziehen. Alternativ als permanente Härte bezeichnet, umfassen die betreffenden Substanzen Gips, Calciumsulfat, Sulfat, Silikat, Phosphat, Nitrat, Chlorid etc.

Osmosewasser

Wird Wasser aus einer Umkehrosmose gewonnen, dann handelt es sich dabei um sogenanntes Osmosewasser, das einen nur sehr geringen Salzgehalt und somit eine stark minimierte Leitfähigkeit aufweist.

pH-Wert

Mit der entsprechenden Angabe wird widergegeben, ob das Wasser von einer sauren (pH-Wert unter 7), einer neutralen (pH-Wert zwischen 7 und 8) oder einer alkalischen (pH-Wert über 8) Qualität gekennzeichnet ist.

Wasseranalyse

Unterschieden wird hierbei einerseits zwischen einer bakteriologischen Untersuchung sowie andererseits einer chemisch-physikalischen Analyse gemäß der ÖNORM H 5195. Letztgenannte berücksichtigt unter anderem den pH-Wert, die Wasserhärte sowie den Chlorid- oder Nitratgehalt. Es wird im Zuge dessen nicht untersucht, ob das betreffende Wasser trinkbar ist, sondern lediglich, ob es sich für eine Verwendung als Heizungswasser eignet. Im Zuge einer bakteriologischen Analyse wird das Wasser unter anderem auf das Vorhandensein von Legionellen, Pseudomonas aeruginosa, Enterokokken, coliformen Bakterien, Escherichia coli und vielem mehr hin untersucht.

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